
Asiatische Hornisse Einzeltier, Rainer Rockstroh
Für den mobilen Einsatz zur Bekämpfung von Nestern der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Höhen bis ca. 25–30 Meter (Prisme-Lanze mit 7 Segmenten) benötigst du ein aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse im Kreis Herford. Bei dieser Höhe wirken enorme Hebelkräfte, weshalb Gewicht, Stabilität und einfache Handhabung am Boden entscheidend sind.
Die effektive Bekämpfung der Asiatischen Hornisse im Kreis Herford im Jahr 2026 erfordert eine präzise Ausrüstung, um die Herausforderungen bei der Erfassung und Narkotisierung dieser invasiven Art zu meistern. Der Einsatz modernster Technologien, wie beispielsweise des Stromerzeugers und des ölfreien Flüsterkompressors, stellt sicher, dass die notwendigen Geräte auch an abgelegenen Standorten zuverlässig funktionieren. Zudem ermöglicht der Pulver-Injektor eine gezielte Applikation des Aktivkohlestaubs, was die Effizienz der Bekämpfungsmaßnahmen weiter erhöht. Mit dieser umfassenden Ausstattung wird die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse entscheidend unterstützt.
In diesem Artikel
Modulare Carbon-Teleskoplanze. Quelle: ERAX GmbH / Teleskoplanze von 15 m. lang – Erax-gmbh, Taubenabwehrsysteme
Absaugsystem mit Fangkasten. Quelle: Hornissenschutz Hornisse Hornissen / Staubsaugermethode nach Robert Ripberger – Der Fangkasten.
Die richtige Ausrüstung ist entscheidend für die asiatische hornisse bekämpfung kreis herford und sollte sorgfältig ausgewählt werden.
Ölfreier Flüsterkompressor. Quelle: DN Techno / Airpress Flüsterkompressor ölfrei L 6-95 8 bar 0.71 PS/0.52 kW 48 …
Leiser Inverter-Stromerzeuger. Quelle: Testberichte.de / Denqbar DQ-2100 im Test: 1,3 sehr gut | Zuverlässiger, leiser …
Die benötigten Komponenten zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse
1. Stromerzeuger Silent (Inverter)
Zur netzunabhängigen Stromversorgung von Kompressor, Sauger und Akkuladegeräten im Freiland oder an Waldrändern.
- Produktempfehlung:Denqbar DQ-2100 Inverter (Alternative: Honda EU22i).
- Vorteile: Echte Sinuswelle (schont Elektronik), gekapseltes Gehäuse (ca. 55 dB im Eco-Modus), geringes Trockengewicht (~20 kg), packt hohe Spitzenanlaufströme von Saugern bis 2.1 kW.
- Nachteile: Erfordert Transport von Benzin und Motoröl; bei Volllast beider Geräte (Kompressor + Sauger gleichzeitig) an der Belastungsgrenze.
2. Kompressor (Druckluft für Aktivkohlestaub)
Zum Ausblasen des Aktivkohlestaubs durch den dünnen Steigschlauch der Prisme-Lanze (bis zu 30 m Schlauchlänge) wird kontinuierlicher Druck von 6–8 bar bei geringer Geräuschentwicklung benötigt.
- Produktempfehlung:Airpress L 6-95 Silent oder Implotex 480W / 850W Flüsterkompressor (ölfrei, 6-Liter-Kessel).
- Vorteile: Extrem leise (ca. 55–60 dB(A)), ölfreier Betrieb (verklebt den Aktivkohlestaub nicht), kompakt (ca. 10–12 kg), geringer Anlaufstrom – perfekt für kleine Generatoren.
- Nachteile: 6-Liter-Tank puffert nur kurze Sprühstöße; für längeres Dauereinblasen läuft der Motor durchgehend.
3. Absauggerät & Abscheidesystem
Das Absaugen von Flugtieren direkt am Nesteingang beruhigt die Situation am Einsatzort massiv und verhindert massenhafte Ausflüge beim anschließenden Einstäuben.
- Produktempfehlung:Kärcher WD 6 P S V-30/6/22 (oder Nilfisk Multi II) kombiniert mit einem transparenten Zyklon-Abscheider (z. B. Dust Deputy) bzw. einer Hornissen-Fangbox nach Ripberger-Prinzip.
- Vorteile: Hohe Saugleistung (Unterdruck), regulierbare Saugkraft; der vorgeschaltete Abscheider/Fangkasten verhindert, dass Tiere ins Turbinenrad geraten oder den Filter zusetzen.
- Nachteile: Benötigt einen stabilen, leichten Saugschlauch zur Lanzenspitze; hohes Luftvolumen erfordert einen dichten CO₂-Zugang zur Narkotisierung.
- Wichtig: Einlass mit Rückschlagklappe oder Schaumstoff-Siphon versehen, damit angesaugte Hornissen nicht zurückkrabbeln können.
4. CO₂-Begasung (SodaStream-System)
Wird genutzt, um die Hornissen im Abscheidebehälter einzuschläfern bzw. das Nest nach dem mechanischen Verschließen schmerzfrei und giftfrei abzutöten.
- Produktempfehlung:Aqua-Noa CO₂-Druckminderer Basic / Profi für SodaStream (Trapezgewinde TR 21×4) inklusive 425 g SodaStream-Zylinder.
- Vorteile: Flaschen sind an fast jeder Kasse/Tankstelle im Tausch erhältlich; sehr leicht und handlich im Vergleich zu schweren 2-kg- oder 10-kg-Mehrwegflaschen; präzise Dosiereinheit.
- Nachteile: Bei starkem Durchfluss vereist der Druckminderer schnell; für die direkte Nestflutung großer Sekundärnester werden 1–2 Reservezylinder benötigt.
5. Erforderliches Kleinmaterial & Zubehör
- Pulver-Applikator: Druckbecherpistole / Pulverzerstäuber mit 1/4-Zoll-Schnellkupplung (z. B. modifizierte Unterbodenschutz- oder Sandstrahlpistole) zum Einspeisen des Aktivkohlestaubs in den Lanzenschlauch.
- Schläuche & Verbinder:
- 30 m transparenter PU-Druckluftschlauch (Innen-Ø 6 mm, knickfest).
- 30 m leichter Absaugschlauch (Innen-Ø 32 mm, antistatisch).
- Druckluft-Kupplungssatz mit Absperrhahn direkt an der Lanzenbasis.
- CO₂-Druckschlauch (4/6 mm) mit Absperrventil zur Fangbox.
- Lanzen-Zubehör für 7 Verlängerungen:
- Lanzenschuh / Fußadapter mit Kugelgelenk (ermöglicht das Abstützen am Boden beim Aufrichten).
- Dreibein-Aufbauhilfe / Stativklemme (unerlässlich ab 15 m, um die Biegung abzufangen).
- Abspannseile (Dyneema) zur Sturmsicherung bei Wind.
- Persönliche Schutzausrüstung (PSA):
- Hornissenschutzanzug für Vespa velutina (Materialstärke mind. 1,4–2,0 mm gegen den langen Stachel).
- Vollvisier / Schutzbrille (wichtig gegen gezieltes Giftspritzen durch das Gitter).
- Schnitt- und stichfeste Handschuhe mit langen Stulpen.
- Sicherheits- & Absperrmaterial: Flatterband, Warnschilder („Achtung Hornissenbekämpfung“), Teleskop-Sichtschutz / Fernglas zur Nestkontrolle.
| Komponente | Empfohlenes Modell / Ausführung | Richtpreis (ca. + Pi mal Daumen) |
| Stromerzeuger Silent | Denqbar DQ-2100 Inverter (2.1 kW) | 400 – 500 € |
| Ölfreier Kompressor | Airpress L 6-95 Silent / Implotex 480W | 160 – 220 € |
| Absauggerät & Fangbox | Kärcher WD 6 + Zyklonabscheider / Fangkasten | 220 – 320 € |
| CO₂-System | SodaStream-Zylinder + Aqua-Noa Druckminderer TR21x4 | 80 – 110 € |
| Pulver-Injektor / Pistole | Druckbecher-Zerstäuber für Aktivkohlestaub | 40 – 70 € |
| Schlauchpaket (30 m) | Druckluftschlauch (6 mm) + Absaugschlauch (32 mm) | 120 – 180 € |
| Stativ / Lanzenschuh | Boden-Stativhilfe & Halteadapter für Prisme-Lanze | 150 – 250 € |
| Velutina-Schutzanzug | Spezieller Stichschutz-Overall inkl. Visierdichtung | 300 – 450 € |
| Aktivkohlestaub & Kleinteile | Aktivkohlepulver (5 kg), Kupplungen, Ventile, Bänder | 90 – 150 € |
| Gesamtsumme (Zubehör) | (ohne bereits vorhandene Prisme-Lanze) | ca. 1.560 – 2.250 € |
6. Detaillierte Bauanleitung für die Hornissen-Fangbox mit CO₂-Narkoseanschluss
Die Fangbox funktioniert nach dem Prinzip des vorgeschalteten Abscheiders: Durch die Lanze wird der Saugluftstrom so gesteuert, dass er die Hornissen in die Box zieht, wo sie abgebremst und fallen gelassen werden, während die Luft über ein feines Edelstahlgitter zum Staubsauger entweicht. Danach wird die Box luftdicht verschlossen und das Nestvolumen über den $\text{CO}_2$-Port mit Gas geflutet.
| Bauteil | Spezifikation / Abmessung | Funktion |
| Boxenkorpus | Eurobox transparent mit Scharnierdeckel (400 × 300 × 220 mm, z. B. Auer) | Sichtkontrolle des Fang- und Narkosezustands |
| Dichtung | Moosgummi- / EPDM-Dichtband (selbstklebend, 10 × 5 mm) | Umlaufende, luftdichte Deckelabdichtung |
| Verschlüsse | 2–4 Spannverschlüsse (Kistenverschlüsse aus Edelstahl) | Sicherer Anpressdruck des Deckels gegen Unterdruck/Überdruck |
| Schlauchflansche | 2× Schottverschraubung / Tankdurchführung DN 32 (1 ¼″) | Einlass (Lanzenschlauch) und Auslass (Sauger) |
| Filtergitter | Edelstahl-Drahtgewebe V2A (Maschenweite 1,0–1,2 mm) | Verhindert das Einsaugen von Hornissen in die Turbine |
| Prallschutz | Weichschaumstoffmatte (ca. 150 × 150 × 20 mm) oder Acryl-Schrägblech | Bremst eintreffende Tiere unverletzt ab |
| Rückschlagklappe | Silikonmembran (0,5 mm) oder Mylar-Folie am Einlass | Verhindert das Zurückkrabbeln bei Saugstopp |
| CO₂-Anschluss | Pneumatik-Schottsteckverschraubung 6 mm (G ¼″) + Mini-Kugelhahn | Gaseinlass mit druckfester Steckkupplung |
| Dichtmasse | Sikaflex 221 oder MS-Polymer-Dichtstoff | Dauerelastische Abdichtung aller Durchführungen |
1. Gehäusedurchführungen anzeichnen und bohren:
Spannungsrisse im transparenten Kunststoff durch Vorbohren vermeiden.
Setze die Bohrungen auf zwei gegenüberliegenden Schmalseiten der Box:
- Einlassbohrung (DN 32): Im oberen Drittel der Frontseite platzieren, damit die Hornissen frei in den Kasten fallen können.
- Auslassbohrung (DN 32): Auf der Rückseite ebenfalls im oberen Bereich bohren.
- CO₂-Port (6 mm / G ¼″): Im unteren Drittel einer Längsseite platzieren. Da CO₂ schwerer als Luft ist, flutet das Gas den Behälter von unten nach oben.
- Werkzeug: Nutze einen Stufenbohrer oder eine Bi-Metall-Lochsäge bei niedriger Drehzahl.
2. Sauggitter (Auslassfilter) anfertigen und abdichten:
Schneide das Edelstahlgewebe so zu, dass es den inneren Stutzen der Auslass-Verschraubung großzügig überdeckt (ca. 80 × 80 mm Gewebefläche).
- Setze die Schottverschraubung mit Dichtungsringen in die Auslassbohrung ein.
- Klebe oder verschraube das Edelstahlgewebe auf der Innenseite fest über die Öffnung.
- Ziehe eine umlaufende Raupe Sikaflex um den Rand des Gitters, damit keine Ritzen größer als 1 mm verbleiben.
3. Einlass mit Prallschutz und Rückschlagklappe montieren:
Montiere die zweite DN-32-Schottverschraubung auf der Einlassseite:
- Befestige direkt an der inneren Öffnung eine frei hängende Silikonlasche als Rückschlagklappe: Sie öffnet sich durch den Unterdruck beim Saugen und fällt bei Stillstand automatisch vor das Loch.
- Klebe an die gegenüberliegende Innenwand (oder hängend vor den Einlass) das Schaumstoff-Prallpolster. Es bricht die kinetische Energie der mit hoher Geschwindigkeit ankommenden Hornissen.
4. CO₂-Schottverschraubung und Absperrhahn montieren:
Setze die 6-mm-Pneumatik-Schottverschraubung in die untere Bohrung ein und sichere sie von innen mit der Kontermutter (unter Verwendung von Dichtringen).
- Schraube außen den kleinen 6-mm-Kugelhahn direkt auf das Gewinde oder schalte ihn in die 6-mm-Schlauchleitung zum Druckminderer.
- Auf der Innenseite kann ein kurzes Stück poröser Ausströmschlauch (oder ein kleiner Belüfterstein) aufgesteckt werden, um das Gas verwirbelungsfrei einzuleiten.
5. Deckeldichtung und Spannverschlüsse anbringen:
Kompression ist entscheidend, damit weder Saugluft unkontrolliert entweicht noch Gas austritt:
- Klebe das EPDM-Dichtband lückenlos in die Nut bzw. an die Dichtkante des Deckels.
- Montiere an den Außenkanten von Korpus und Deckel jeweils zwei Spannverschlüsse, um den Deckel fest auf die Dichtung zu pressen.
Einsatz- & Narkoseprotokoll am Einsatzort
- Saugbereitschaft: Saugschlauch der Lanze an den Einlass anschließen, Saugerschlauch an den Auslass. CO₂-Kugelhahn bleibt geschlossen.
- Absaugen: Staubsauger starten (stufenlos regulierbar; ca. 60–70 % Leistung reichen meist aus, um Beschädigungen der Tiere zu vermeiden). Flugverkehr und Nestbereich absaugen.
- Abschalten & Verriegeln: Nach Beendigung Sauger ausschalten. Lanzenschlauch abziehen und Einlassstutzen sofort mit einem Gummistopfen (DN 32) verschließen. Auslassstutzen ebenfalls mit einem Blindstopfen verschließen.
- CO₂-Einleitung:
- SodaStream-Druckminderer auf 0,5 bis 0,8 bar Arbeitsdruck einstellen.
- Kugelhahn an der Box öffnen.
- Gas für ca. 30–45 Sekunden langsam einströmen lassen (nicht schlagartig öffnen, um Vereisung des Druckminderers zu verhindern).
- Hahn schließen und die Box 3 bis 5 Minuten ruhen lassen. Die Tiere gehen vollständig in Narkose und können gefahrlos entnommen oder verarbeitet werden.
Komponenten und Alternativen
1. Stromerzeuger (Silent Inverter für den Feldeinsatz)
Der Stromerzeuger versorgt Sauger und Kompressor an abgelegenen Standorten. Entscheidend ist die Bewältigung des hohen Anlaufstroms von Saugmotoren.
| Modell / Quelle | Technische Daten | Gewicht | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| 1. Denqbar DQ-2100 (Fachhandel / Denqbar Direct) | 2.100 W Peak / 1.800 W Dauer, 4-Takt Benzin, Reiner Sinus, Eco-Modus (~55 dB(A) @ 7m) | ca. 22 kg | 420 – 480 € | + Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kompakt. – Bei gleichzeitiger Volllast von Sauger + Kompressor an der Leistungsgrenze. |
| 2. Honda EU22i (Baumaschinenhandel) | 2.200 W Peak / 1.800 W Dauer, Honda GXR120 Motor, extrem langlebig, 53–59 dB(A) | ca. 21 kg | 1.250 – 1.450 € | + Industriestandard, unübertroffen zuverlässig, sehr leise. – Sehr hoher Anschaffungspreis. |
| 3. EcoFlow Delta 2 Max (Camping- / Solarhandel) | 2.048 Wh LiFePO4, 2.400 W Dauerlast (X-Boost 3.100 W), 0 dB Betriebsgeräusch | ca. 23 kg | 1.100 – 1.300 € | + 100 % lautlos (keine Alarmierung der Hornissen), keine Abgase. – Begrenzte Einsatzzeit (ca. 45–60 Min. Dauersaugen), teuer. |
Empfehlung: Denqbar DQ-2100. Bietet für den Vereins- und Praxisbetrieb das beste Verhältnis aus Anschaffungskosten, Zuverlässigkeit und Leistung. Wer häufig in dicht bebauten Wohngebieten arbeitet, profitiert alternativ von der lautlosen Powerstation.
2. Ölfreier Flüsterkompressor (Druckluft für Steigleitung)
Zum Fördern des Aktivkohlestaubs über bis zu 30 Meter Steigschlauch.
| Modell / Quelle | Technische Daten | Gewicht | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| 1. Implotex 850W Silent (Implotex Onlineshop / Werkzeughandel) | 850 W, 9-Liter-Kessel, 8 bar max., ca. 85 l/min effektive Liefermenge, 55 dB(A) | ca. 16 kg | 240 – 290 € | + 9L Kessel puffert Druckverlust bei 30 m Leitung ab, extrem leise, ölfrei. – 16 kg müssen zum Einsatzort getragen werden. |
| 2. Airpress L 6-95 Silent (Druckluft-Fachhandel) | 600 W, 6-Liter-Kessel, 8 bar max., ca. 55 l/min effektive Liefermenge, 66 dB(A) | ca. 11 kg | 170 – 210 € | + Sehr leicht und handlich, kompakter Kofferaufbau. – Kleiner 6L Kessel verliert bei längerem Blasen schnell den Druck. |
| 3. Einhell TE-AC 50 Silent (Baumärkte / Online) | 750 W, 50-Liter-Kessel, 8 bar max., 110 l/min Liefermenge, 57 dB(A) | ca. 43 kg | 230 – 280 € | + Riesiger Luftvorrat, Motor läuft selten an. – Viel zu schwer und sperrig für unwegsames Gelände / Böschungen. |
Empfehlung: Implotex 850W Silent (9L). Die 6-Liter-Modelle brechen bei 30 Meter Leitungslänge zu schnell unter 5 bar ein, während 50-Liter-Kessel im Gelände unbrauchbar sind.
3. Absauggerät (Nass-/Trockensauger)
Erzeugt den Unterdruck für die vorgeschaltete Fangbox.
| Modell / Quelle | Technische Daten | Gewicht | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| 1. Kärcher WD 6 P S V-30/6/22 (Kärcher Center / Fachhandel) | 1.300 W, 30L Behälter, 260 mbar Unterdruck, stufenlose Drehzahlregulierung | ca. 9,3 kg | 190 – 240 € | + Saugleistung feinfühlig regelbar (wichtig gegen Zerquetschen), sehr leicht. – Gehäuse aus Kunststoff/Dünnblech nicht extrem stoßfest. |
| 2. Nilfisk Multi II 30 T Inox VSC (Nilfisk Fachhandel) | 1.400 W, 30L Inox-Behälter, Variable Speed Control (VSC), Blasfunktion | ca. 10,5 kg | 180 – 230 € | + Robuste Bauweise, stufenlose Regulierung, zuverlässig. – Spezieller Bajonettanschluss am Sauger erfordert Adapter auf Standard-DN32. |
| 3. Bosch Pro GAS 35 M AFC (Gewerbe-Werkzeughandel) | 1.200 W, 35L Behälter, 254 mbar, M-Klasse zertifiziert, automatische Filterreinigung | ca. 12,4 kg | 580 – 720 € | + Extrem langlebige Profiliga, antistatische Ausrüstung. – Sehr teuer; die automatische Filterabreinigung klopft laut und muss deaktiviert werden. |
Empfehlung: Kärcher WD 6 P S. Geringes Eigengewicht und direkte Saugkraftregulierung machen ihn zum Preis-Leistungs-Favoriten für diesen Zweck.
4. CO₂-Druckminderer für SodaStream (Trapezgewinde TR 21×4)
Zur kontrollierten Narkotisierung der gefangenen Tiere in der Box.
| Modell / Quelle | Technische Daten | Gewicht | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| 1. Aqua-Noa Profi TR 21×4 (Aquaristik-Fachhandel) | TR 21×4 Direktanschluss, 2 Manometer (Flaschen- & Arbeitsdruck 0–4 bar), Feinnadelventil | ca. 0,65 kg | 65 – 85 € | + Exakte Arbeitsdruckeinstellung, solide Messingausführung, direkt passend. – Feinnadelventil muss zum schnellen Fluten weit aufgedreht werden. |
| 2. Hiwi Profi SodaStream (Hiwi Gasarmaturen) | TR 21×4, Mehrbereichsregler bis 3 bar, deutsches Präzisionsprodukt | ca. 0,9 kg | 110 – 145 € | + Höchste Dichtigkeit, langlebige Dichtungen, exzellente Verarbeitung. – Höherer Anschaffungspreis. |
| 3. Mini-Druckminderer mit Adapter (Online-Marktplätze) | Alu-Druckminderer mit 1/4″ NPT auf TR21x4 Schraubadapter, 0–60 psi Anzeige | ca. 0,35 kg | 25 – 40 € | + Sehr leicht und billig. – Häufig Undichtigkeiten am Adapter, vereist schnell, ungenaue Skala. |
Empfehlung: Aqua-Noa Profi TR 21×4. Bietet verlässliche Druckanzeigen und feste Verschraubung ohne wackelige Adapterlösungen.
5. Pulver-Injektor / Druckbecher-Applikator
Zum Einblasen des Aktivkohlestaubs in den 6-mm-Steigschlauch.
Birchmeier DR 5 ist im Lanzenset vorhanden.
Empfehlung: Modifizierte Druckbecherpistole (Aluminium). Nur druckfeste Metallbecher widerstehen dem erforderlichen Druck von 6–8 bar sicher.
6. Vergleich der 3 Kamerasysteme für Lanzen
An der Spitze einer 25–30-Meter-Lanze zählt jedes Gramm: Ein Kamerakopf mit mehr als 100 g erzeugt am 30-Meter-Hebelarm ein extremes Biegemoment, das ein punktgenaues Treffen des Nesteingangs verhindert. Gleichzeitig muss das Bildsignal zuverlässig durch dichte, feuchte Baumkronen zum Boden übertragen werden.
| Kamerasystem / Modell | Technische Daten | Gewicht an Spitze | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| 1. Insta360 GO 3 / GO 3S (Foto- & Video-Fachhandel) | 2,7K / 4K Video, magnetisches Standalone-Modul, IPX8 wasserdicht, Bildstabilisierung | ca. 35 – 39 g | 380 – 440 € | + Extrem leicht, hervorragende Bildqualität und Stabilisierung, Action Pod dient am Boden als Kontrollmonitor. – WLAN-Verbindung zum Boden kann in feuchtem, dichtem Blattwerk ab 20 m abreißen; Akkulaufzeit des Kameramoduls ca. 35–45 Min. |
| 2. 5.8 GHz FPV-Inspektionsset (FPV-Modellbau z. B. RunCam + 5.8 GHz VTX + 7″ Monitor) | 1080p WDR-Kamera (120° FOV), 25–400 mW 5.8 GHz Sender, analoger oder HD-Empfang | ca. 30 – 45 g | 160 – 260 € (Set) | + Durchdringt Baumkronen ohne Latenz und ohne WLAN-Verbindungsabbrüche; extrem robust und leicht. – Erfordert einfache Verkabelung mit einem kleinen 2S-LiPo-Akku an der Lanzenbasis. |
| 3. Kabelgebundene Inspektionskamera (z. B. Teslong NTS500 / Depstech mit 30 m Kabel) | Ø 5,5–8 mm Kamerakopf, 1080p, 6–8 integrierte LEDs, 5″ HD-Handmonitor am Boden | ca. 15 – 25 g (Kopf) (Kabel: ca. 850 g) | 190 – 280 € | + 100 % ausfallsichere Bildübertragung (kein Funk), integriertes Nahlicht für dunkle Nesteingänge, Akku verbleibt am Boden. – 30 m Kabel müssen am Gestänge mitgeführt werden; kleineres Sichtfeld als Actioncams. |
Detaillierte Bewertung der Systeme
1. Insta360 GO 3 / GO 3S (Die kabellose Plug-and-Play-Lösung)
- Einsatzprofil: Das winzige Kameramodul wird mit einem 3D-Druck-Adapter oder Klett direkt an die Lanzenspitze gesetzt. Der eigentliche Bildschirm („Action Pod“) verbleibt unten beim Lanzenführer.
- Kritik: Bei freistehenden Nestern ideal. Bei Einsätzen in tiefen Buchen- oder Eichenkronen führt der hohe Wassergehalt der Blätter zu starker Dämpfung des 5-GHz-WLAN-Signals, was gelegentlich zu Standbildern im Live-Feed führt.
2. 5.8 GHz FPV-System (Die professionelle Funk-Lösung)
- Einsatzprofil: Ein Setup aus dem Drohnensport. Die Miniaturkamera (z. B. RunCam Phoenix 2) sitzt vorne, ein kleiner Videosender (VTX) funkt kontinuierlich auf 5,8 GHz auf einen separaten 7-Zoll-Monitor mit integriertem Akku am Boden.
- Kritik: Signal bricht nicht schlagartig ab, sondern zeigt bei Hindernissen lediglich leichtes Rauschen. Der Aufbau ist schmutzunempfindlich gegen Aktivkohlestaub, erfordert jedoch grundlegende Kenntnisse beim Zusammenstecken von 12V-/5V-Spannungsversorgungen.
3. Kabelgebundene Rohrkamera mit 30 m Sonde (Die störungsfreie Industrie-Lösung)
- Einsatzprofil: Der Kamerakopf besitzt eigene Dimm-LEDs und sitzt direkt an der Einstichdüse. Das Signal läuft über das 30-Meter-Kabel direkt in das Bedienteil in der Hand.
- Kritik: Unanfällig gegen Funkstörungen und Staub. Allerdings muss das Kabel sauber parallel zum Saugschlauch befestigt werden, um Schlaufenbildung beim Ausfahren der 7 Segmente zu verhindern.
Kritische Analyse & Fehlerprüfung
- Hebelgesetz-Prüfung: Standard-Actioncams (GoPro Hero 12, DJI Osmo Action mit ca. 150 g) sind für 30 Meter Höhe ungeeignet. Bei 30 m Hebellänge erzeugen 150 g an der Spitze ein Drehmoment von:
M = m x g x l = 0,15 kg x 9,81 m/s^2 x 30 m = 44,1 Nm
Bereits geringer Windstoß versetzt die Lanze damit in unkontrollierbare Schwingungen. Die Spitzenlast der Kamera muss zwingend unter 50 g bleiben. - Staubresistenz: Aktivkohlestaub ist extrem feinkörnig und elektrisch schwach leitfähig. Kameras mit offenen Mikrofon-/Lautsprecheröffnungen oder freiliegenden USB-Ports müssen an der Spitze komplett mit Schrumpfschlauch oder Dichtband abgeklebt werden.
- Beleuchtung im Kronenbereich: Nester der Asiatischen Hornisse hängen oft im dichten Halbschatten. Kameras ohne eigene Nahbereichs-LED benötigen zwingend einen hochdynamischen Bildsensor (WDR/HDR), um den Nesteingang nicht als schwarzen Fleck darzustellen.
Gesamtempfehlung
- Für den direkten Einsatz ohne Bastelaufwand: Insta360 GO 3 (Standalone-Modul an die Spitze, Action Pod an den Lanzenfuß).
- Für maximale Zuverlässigkeit bei dichten Baumkronen: 5.8 GHz FPV-Set mit separatem 7″-Empfangsmonitor am Bodenstativ.
7. Ortung von Nestern der Asiatischen Hornisse
Zur Ortung von Nestern der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) haben sich zwei technische Ansätze etabliert: Klassische VHF-Radiotelemetrie (150 MHz) mit hoher Reichweite und Hindernisdurchdringung sowie digitale Systeme (2,4 GHz / Bluetooth-Basis) mit einfacher Bedienung
Marktübersicht der Systeme
| System / Hersteller | Frequenz / Technologie | Sendergewicht | Reichweite | Kosten (Richtwerte) |
| Plecotus Solutions (DE) | 150 MHz (VHF / 2-Meter-Band) | ca. 0,13 – 0,17 g (wiederaufladbar) | 500 m – 3 km | Komplettset: ca. 1.800 – 2.800 € Einzelsender: ca. 120 – 160 € |
| Biotrack / Lotek (UK/CA) | 150 / 173 MHz (VHF) | ca. 0,22 – 0,28 g (PicoPip / Pip19) | 400 m – 1 km | Empfänger (Sika): ca. 1.400 – 1.800 € Einzelsender: ca. 150 – 220 € |
| RoborNature (ES) | 2,4 GHz / BLE (Digital) | ca. 0,17 g (wiederaufladbar) | 150 – 400 m | Komplettset: ca. 2.400 € netto Einzelsender: ca. 98 € netto |
| Holohil Systems (CA) | 148 – 173 MHz (VHF) | ca. 0,27 – 0,31 g (LB-2X) | 400 m – 1 km | Einzelsender: ca. 180 – 250 € (zzgl. Import/Zoll) |
| DIY-Kombination (VHF) | 150 MHz (Sender: Plecotus/Biotrack) | 0,13 – 0,28 g | 400 m – 1,5 km | Scanner/SDR: ca. 150 – 350 € Antenne: ca. 50 – 100 € |
Detailanalyse der Systeme
1. Plecotus Solutions (Plecso Tracker / Telonics)
- Vorteile:
- Wiederaufladbare Sender: Kein Batteriewechsel oder Löten im Feld nötig; Aktivierung erfolgt automatisch beim Entnehmen aus der Ladedose.
- Sehr geringes Gewicht: Mit ab 0,13–0,17 g tragen auch kleinere Arbeiterinnen den Sender ohne Flugbehinderung.
- Sehr gute Durchdringung: 150-MHz-Signale durchdringen Laubwerk und urbane Bebauung zuverlässig.
- Rückgewinnbar: Sender lassen sich per Magnet an Locktöpfen abfangen und erneut nutzen.
- Nachteile:
- Hohe Anschaffungskosten für Profi-Empfänger (Telonics TR-8 oder Plecso Receiver).
- Benötigt Übung bei der akustischen Signalpeilung (Gain-Einstellung, Richtwirkung der Moxon-/HB9CV-Antenne).
2. RoborNature
- Vorteile:
- Team-Ortung: Sets enthalten meist mehrere handliche Empfänger zur simultanen Kreuzpeilung.
- Moderne Bedienung: Einfache Signalstärkeanzeige ohne komplexe Frequenzabstimmung.
- Wiederaufladbar: Inklusive Multi-Charger für die Sender.
- Nachteile:
- Geringere Reichweite: Durch die 2,4-GHz-Frequenz dämpfen dichter Wald, feuchtes Laub und Gebäude das Signal deutlich stärker als im VHF-Band.
- Hoher Set-Preis bei begrenzter Reichweite im ländlich-weitläufigen Raum.
3. Biotrack / Lotek (PicoPip)
- Vorteile:
- Wissenschaftlicher Standard mit jahrzehntelanger Erprobung in Feldstudien (z. B. Universität Exeter / Jersey).
- Sehr robuste, störungsfreie VHF-Signale.
- Nachteile:
- Meist Einwegbatterien (feste Lebensdauer von 5–14 Tagen).
- Höheres Gewicht (0,22–0,28 g) – erfordert große, kräftige Arbeiterinnen.
- Sender-Aktivierung oft über Magnetschalter oder Kontaktdrähte.
4. Budget-Alternative: VHF-Sender + Funkscanner (SDR / Icom / Yaesu)
- Vorteile:
- Extrem geringe Kosten für den Empfänger (z. B. Icom IC-R6 oder RTL-SDR-Stick am Smartphone/Laptop).
- Nachteile:
- Standard-Scanner besitzen keine feinfühlige Dämpfungsregelung (Attenuator) für den Nahbereich – das Signal „übersteuert“ in Nestnähe leicht, was die punktgenaue Baum-Ortung erschwert.
Empfehlung für die Praxis
- Beste Gesamtlösung (VHF-Standard): Plecotus Solutions (150 MHz). Die Kombination aus wiederaufladbaren, extrem leichten Sendern (≤ 0,17 g) und der physikalischen Überlegenheit des 150-MHz-Bandes bei Wald- und Siedlungsstrukturen macht das System aktuell zur verlässlichsten Wahl für Task-Forces und Imkerverbände.
- Budget-Tipp für Vereine: Anschaffung von 2–3 wiederaufladbaren 150-MHz-Sendern (z. B. von Plecotus) in Kombination mit einer selbstgebauten/günstigen HB9CV-Antenne und einem Breitband-Funkempfänger (z. B. Icom IC-R6 mit schaltbarem Dämpfungsglied), um die Einstiegskosten unter 600 € zu halten.
- Einsatzgrenze: Vor dem Sendereinsatz empfiehlt sich immer die Vorpeilung via Locktopf und Flugzeitmessung (Triangulation), um den Suchradius vorab auf unter 1 km einzugrenzen.
8. Fangbox-Basis & Kleinmaterial
| Komponente / Quelle | Technische Daten / Spezifikation | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| Auer Eurobox transparent (Auer Packaging) | 400 × 300 × 220 mm, Scharnierdeckel, Polypropylen | 18 – 25 € | + Volle Sichtkontrolle, robust. – Muss mit Dichtband und Spannverschlüssen abgedichtet werden. |
| Saugschlauch DN 32 (30 m) (Industriebedarf) | Innen-Ø 32 mm, EVA/PVC antistatisch, glatte Innenwand | 90 – 140 € | + Flexibel, verhindert statische Aufladung. – Eigengewicht bei 30 m (ca. 4,5 kg). |
| PU-Druckluftschlauch 6 mm (30 m) | 6 × 4 mm Polyurethan, knickfest, bis 10 bar | 25 – 40 € | + Extrem leicht, flexibel. – Muss sauber geführt werden, um Schlaufenbildung an der Lanze zu vermeiden. |
| Edelstahlgewebe V2A (Drahtweberei / Online) | Maschenweite 1,0–1,2 mm, Drahtstärke 0,4 mm | 15 – 25 € | + 100 % ausbruchsicher, verstopfungsarm. – Kanten müssen beim Einbau sauber versiegelt werden. |
9. Sonstige Kleinteile
| 2 Gewebeplanen | 6 × 12 m | ||
| Zewa | |||
| Reinigungstücher | |||
| 3 × Rollen Panzerband | grün | ||
| Metall-Kehrblech | |||
| Besen | |||
| Handfeger | |||
| 100 m Flatterband | |||
| 10 x Flatterband-Haltestäbe | |||
| Warnschilder-Aufsteller | |||
| Schutzbrillen | |||
| 10 × FFP2-Masken | |||
| 3 × SodaStream-CO₂-Flaschen | |||
| 2 × LED-Rotlicht-Taschenlampe | |||
| 2 × Arbeitsleuchten | |||
| XL-Schutzanzug-Set vom Original Honigmann | Aceton | ||
| 5 kg Zucker (Locktopf) | Astschere + Zwegschere | ||
| Moonshiner Hefe (Locktopf) | Japansäge | ||
| 10 l Gärkanister mit Spund (Locktopf) | Gasbrenner zum Abfackeln von Straßenvelutina | ||
| 6 Euro-Kisten | alten Fahrradschlauch zum Sichern der Bindungen |
Kritische Analyse & Fehlerprüfung für den Einsatz
- Elektrische Lastkurve (Anlaufstrom-Falle):
- Problem: Kärcher WD 6 (1.300 W) + Implotex (850 W) ergeben nominell 2.150 W. Bei gleichzeitigem Start löst der Überlastschutz eines 2.100-W-Generators sofort aus.
- Praxis-Lösung: Kaskadiert schalten. Zuerst den Sauger anlassen und auf ca. 60 % drosseln. Erst danach den Kompressor zuschalten. Niemals beide Geräte gleichzeitig im Einschaltmoment betreiben.
- Druckverlust und Verstopfungsrisiko bei 30 m Steighöhe:
- Problem: Bei 30 m Länge und 6 mm Schlauchdurchmesser fällt der dynamische Druck stark ab. Zieht der Aktivkohlestaub Feuchtigkeit, verklumpt er sofort im Schlauch.
- Praxis-Lösung: Nur knochentrockenes Aktivkohlepulver verwenden (in dichten Weithalsflaschen mit Trockenmittel lagern). Arbeitsdruck am Kompressor auf mindestens 7,0–7,5 bar einstellen. Nach jedem Einstäuben 5 Sekunden reine Druckluft nachblasen („Freispülen“).
- Gewichts- und Hebelbelastung an der Prisme-Lanze:
- Problem: Ein 30 m langer DN32-Saugschlauch wiegt voll ca. 4–5 kg. Zieht dieses Gewicht frei an der Lanzenspitze, biegt sich die Lanze unkontrollierbar durch oder bricht.
- Praxis-Lösung: Den Saugschlauch alle 3–4 Segmente mit Klettbändern oder Klemmen am Carbonrohr fixieren. Die Hauptzuglast am Boden abfangen (Zugentlastung am untersten Segment). Bei 7 Verlängerungen ist ein Dreibeinstativ zur Fußpunkt-Führung und Abstützung obligatorisch.
10. Lanzenstativ
Bei einer Gesamtlänge von 25 bis 30 Metern (Prisme-Basis plus 7 Verlängerungen) zuzüglich des Gewichts von Saugschlauch (DN 32) und Druckluftleitung treten am Boden enorme Biege- und Hebelkräfte auf. Ein herkömmliches Fotostativ bricht unter diesen dynamischen Lasten sofort weg.
Für diesen Einsatzzweck haben sich in der Praxis drei Stativkonzepte bewährt.
Vergleich der 3 Stativ-Konzepte
| Stativ-Typ / Modell | Technische Details | Gewicht | Richtpreis | Vor- und Nachteile |
| 1. Modifiziertes Geodäsie-/Vermessungs-Dreibein mit Führungsring (Empfehlung) (z. B. Nedo Schwerlast-Alustativ mit aufgesetzter Führungs-Gabel / Ring) | Standhöhe: 1,00 – 1,80 m Spreizung: Bis 1,5 m Basisbreite Aufnahme: Modifizierter Rollenring (Ø 60–80 mm) | ca. 4,5 – 5,5 kg | 140 – 220 € (inkl. Umbau) | + Extrem standfest im Gelände (Spitzen greifen tief in Waldboden). + Hält die Lanze beim stückweisen Einschieben der Segmente senkrecht. – Benötigt eine selbstgebaute Rollen- oder Teflonführung auf dem 5/8″-Teller. |
| 2. System-Stützbéquille / A-Frame-Lanzenfuß (z. B. AIRadik / Mabi Béquille de commande) | Direkte Montage an der Lanzenbasis; 2 verstellbare Teleskop-Stützbeine mit Kugelgelenk-Bodenplatte | ca. 2,0 – 2,8 kg | 180 – 290 € | + Sehr leicht und kompakt, direkt mit der Lanzenbasis verbunden. + Schneller Stellungswechsel bei flüchtenden Tieren. – Fängt Dreh- und Windmomente bei 30 m Höhe schlechter ab als ein echtes Dreibein. |
| 3. Event-/Licht-Schwerlast-Kurbelstativ (z. B. Manfrotto 087NW Wind-Up oder Varytec) | Ausfahrbar bis 3,80 m, Kurbelmechanismus, bis 30–45 kg Kopflast | ca. 14 – 17 kg | 350 – 550 € | + Durch die Führung in 3–3,5 m Höhe wird der Hebelarm drastisch reduziert. + Maximale Stabilität selbst bei leichtem Seitenwind. – Extrem schwer und sperrig im unwegsamen Dickicht oder an Böschungen. |
Detaillierte Empfehlung: Modifiziertes Geodäsie-Dreibein
Für 7 Verlängerungen ist das modifizierte Vermessungs-Dreibeinstativ (Alu-Schwerlast mit Schnellklemmung und Erddornen) der beste Kompromiss aus Geländegängigkeit, Sicherheit und Entlastung.
Warum diese Konstruktion?
- Zweipunkt-Führung: Der Lanzenfuß steht mit einem gummibeschichteten Kugelgelenk-Schuh fest auf dem Boden, während das Dreibein die Lanze in ca. 1,60 bis 1,80 m Höhe in einer Gabel oder einem Führungsring umschließt.
- Kräfteverteilung: Die vertikale Last (Eigengewicht + Schläuche) drückt in den Boden, während das Dreibein die horizontalen Hebel- und Knickkräfte beim Aufrichten aufnimmt.
- Ein-Mann-Montage: Du kannst die Segmente von unten nacheinander durch den Führungsring nach oben nachschieben und arretieren, ohne das gesamte Gewicht frei balancieren zu müssen.
Was du bei der Stativauswahl beachten solltest
- Offene vs. geschlossene Führung: Verwende an der Stativspitze eine halboffene U-Gabel mit Sicherungsstift oder kugelgelagerten Rollen statt eines geschlossenen Rohres. Dadurch kannst du die Lanze im Notfall seitlich schnell herausheben, ohne sie nach oben durchfädeln zu müssen.
- Geländeanpassung: Die Stativbeine müssen zwingend einzeln teleskopierbar sein, da Hornissennester selten auf asphaltierten Ebenen bekämpft werden, sondern meist in Hanglagen, Gärten oder an Waldrändern.
- Erddorne: Die Stativfüße müssen über ausklappbare Stahlspitzen / Trittlaschen verfügen, damit sie sich im Erdreich festkrallen und bei Seitenzug nicht wegrutschen.
Ergänzende Sicherung ab 25 Meter: 3-Punkt-Dyneema-Abspannung
Bei voller Ausbaustufe (7 Segmente) biegt sich die Lanze auch mit Stativ im oberen Drittel durch den Windwiderstand des Saugschlauchs durch:
- Abspann-Manschette: Am Übergang zwischen Basis-Lanze und den oberen Segmenten (bei ca. 12–15 m Höhe) wird ein leichter Carbon-/Aluring montiert.
- Dyneema-Leinen: Daran werden zwei bis drei dünne Dyneema-Seile (1,5–2 mm, extrem reißfest) befestigt, die am Boden im 120°-Winkel leicht auf Zug gehalten oder mit Heringen fixiert werden. Dies verhindert Schwingungen an der Spitze vollständig.
Strebenstativ mit Führungsrohr. Quelle: vermessungsshop.de / Strebenstative – Teleskop-Stativ | VERMESSUNGSSHOP.DE
Schwerlast-Dreibein mit Erdspitzen. Quelle: Kaufland.de / VEVOR Laser-Wasserwaagen-Stativ, 5/8″-11-Gewindehalterung,
Lanzenaufbau & Stützenadapter. Quelle: ERAX GmbH / Teleskoplanze von 15 m. lang – Erax-gmbh, Taubenabwehrsysteme
Aufbau und Funktionsweise am Einsatzort
- Zentrales Strebenstativ / Führungsstativ (erstes Bild):
- Diese Stative (ursprünglich aus der Vermessungstechnik für Fluchtstäbe und GPS-Masten) besitzen eine mittige Klemmschelle bzw. ein Führungsrohr.
- Die Prisme-Lanze wird durch diesen Ring geschoben. Dadurch kann ein einzelner Anwender die Lanze Segment für Segment von unten nach oben nachstecken, ohne das gesamte Kippmoment von Hand halten zu müssen.
- Erddorne und Standfestigkeit (zweites Bild):
- Die massiven Aluminiumbeine mit Trittlaschen werden fest in den Boden getreten. Das verhindert ein Wegrutschen der Basis, wenn die Lanze in 25–30 m Höhe durch leichten Wind auf Schwingung gerät.
- Lanzenstütze & Pistolenanschluss (drittes Bild):
- An der Lanzenbasis sitzt der Fußadapter (Lanzenstütze) mit Kugelgelenk, der auf dem Boden aufliegt. Darüber wird die Druckluft- und Pulverzufuhr über Schnellkupplungen angeschlossen.
Für den Umbau eines Standard-Vermessungsstativs (mit 5/8″-Zentralschraube) zu einer stabilen Führungsgabel für die Prisme-Lanze benötigst du Maße, die das dickste Basiselement (ca. 45–52 mm Rohrdurchmesser) samt Schlauchhalterungen aufnehmen, ohne zu klemmen oder das Carbon zu beschädigen.
Maßvorgaben für die Führungsgabel
- Lichte Weite (Innenbreite der Gabel): 75 bis 80 mm (gibt 10–15 mm Spielraum für Clamps, Schlauchführungen und Klettbänder)
- Nutzbare Gabellänge (Tiefe): 100 bis 120 mm
- Arbeitshöhe über Stativteller: 120 bis 150 mm (verhindert Kollision der Lanzenklemmen mit der Stativplatte)
- Sicherungsbolzen-Bohrung: Ø 10 mm (ca. 15 mm vor dem offenen Schenkelende)
Stückliste & Einzelteile
| Baugruppe | Bauteil & Spezifikation | Abmessungen / Norm | Bezugsquelle |
| Stativ-Anbindung | Gewindebuchse / Flansch 5/8″-11 UNC (aus Messing oder Alu) | 5/8″ Innengewinde, Grundplatte mind. Ø 60 mm × 6 mm | Geodäsie-Zubehör / Drehteile |
| Standrohr / Distanzstück | Alu-Vierkantrohr 40 × 40 × 3 mm (Länge: 120 mm) | Metallhandel / Baumarkt | |
| Gabelkörper | U-Profil / Biegeteil (Alu AlMg3 oder Edelstahl V2A) | 80 mm Innenbreite, Schenkel 110 mm, Stärke 4–5 mm | Metallbau / Online-Zuschnitt |
| Rollenführung | 3× Führungsrollen (POM oder Soft-Inlineskate) inkl. 608-Kugellager | Ø 45–50 mm, Laufflächenbreite 24 mm | Rollenhandel / Skaterbedarf |
| 3× Achsschrauben mit Stopmuttern | M8 × 60 mm (Edelstahl A2) + Unterlegscheiben | Schraubenhandel | |
| Schnellverschluss | 1× Kugelsperrbolzen mit Druckknopf (oder Klappsplint) | Bolzen-Ø 10 mm, Spannlänge (Kopflänge) mind. 90–95 mm | Normteile (z. B. Ganter, Halder) |
| 1× Fangseil für Sperrbolzen | Edelstahl-Drahtseil mit Ösen (Länge ca. 150 mm) | Zubehör für Sperrbolzen | |
| Schlagschutz | Schrumpfschlauch oder Silikonschlauch | Innen-Ø 10 mm (als Überzug für den Sperrbolzen) | Elektrobedarf |
1. Flansch und Distanzrohr verschrauben:
Verschweiße oder verschraube die 5/8″-UNC-Gewindebuchse fest mit der Unterseite des 120 mm langen 40×40-mm-Vierkantrohrs.
- Prüfung: Die Schraube des Stativtellers muss sich mindestens 15–20 mm tief und spielfrei eindrehen lassen.
2. U-Gabel vorbereiten und Achsbohrungen setzen:
Setze die Bohrungen für die 3 Führungsrollen in das U-Profil:
- Bodenrolle (hinten): Eine M8-Bohrung mittig am Gabelgrund für die hintere Abstützung.
- Seitenrollen (links/rechts): Je eine M8-Bohrung mittig auf den Schenkelseiten (ca. 50 mm vom Gabelgrund entfernt).
- Sicherungsbohrung: Am offenen Ende beider Schenkel eine deckungsgleiche 10,2-mm-Bohrung für den Kugelsperrbolzen setzen.
3. Rollen und Gabel montieren:
Montiere die 3 Rollen mit M8-Schrauben so, dass die Muttern außen liegen:
- Zwischen U-Profil und Kugellager jeweils eine 1-mm-Passscheibe setzen, damit die Rolle frei dreht und nicht an der Profilwand schleift.
- Befestige die U-Gabel mit zwei durchgehenden M8-Schrauben stabil auf dem Vierkant-Distanzrohr.
4. Sicherungsriegel und Polsterung komplettieren:
- Ziehe den Silikonschlauch über den mittleren Schaft des Kugelsperrbolzens, um das Carbonrohr beim schnellen Öffnen/Schließen zu schonen.
- Befestige das Fangseil mit einer Niete oder M4-Schraube am Gabelschenkel, damit der Bolzen im Freiland nicht verloren geht.
Wichtige Praxishinweise für den Betrieb
- Notabwurf-Funktion: Verwende keinesfalls geschlossene Rohre oder Schraubverschlüsse. Bei starkem Seitenwind oder drohendem Astbruch muss sich der Bolzen per Knopfdruck ziehen lassen, damit die Lanze sofort seitlich aus dem Stativ geschwenkt und flachgelegt werden kann.
- Carbon-Schutz: Die weichen Rollen (78A–82A Skater-Härte oder glattes POM) verhindern punktuelle Scheuerstellen und Reibungswärme, wenn die Lanze beim stückweisen Nachstecken 25–30 m auf und ab bewegt wird.
Hier ist die genaue Bemaßungsskizze mit allen Bohrkoordinaten für den Zuschnitt und die Bearbeitung deines U-Profils.
Die Skizze zeigt das U-Profil in verschiedenen Ansichten (Aufsicht, Vorderansicht, Seitenansicht und Untersicht der Basis) und enthält alle notwendigen Maße, um das Bauteil zu fertigen:
- Außen- und Innenmaße: Die „Lichte Weite“ ist mit 80 mm bemessen, um Spielraum für die Lanze und Clamps zu bieten, bei einer Gesamtbreite von 90 mm (5 mm Materialstärke). Die Gabeltiefe beträgt 120 mm.
- Bohrkoordinaten (Tabelle): Die Tabelle in der Skizze fasst die genauen Positionen (X, Y, Z) für alle Bohrungen zusammen. Als Referenzpunkt (Origin) für die Rollen- und Sicherungsbohrungen dient die untere, hintere, linke Außenecke des Profils.
- $\text{H}_1$ (Bodenrolle): Befindet sich zentral auf der hinteren Stirnwand (Inside).
- $\text{H}_2/\text{H}_3$ (Seitenrollen): Liegen auf der halben Höhe (Y=55 mm) und sind 55 mm von der hinteren Außenkante entfernt.
- $\text{H}_4/\text{H}_5$ (Sicherungsbolzen): Liegen am offenen Ende der Schenkel (Z=110 mm, also 15 mm vor dem Ende).
- $\text{M}_1/\text{M}_2$ (Befestigungslöcher Basis): Zur Montage auf dem Vierkant-Distanzrohr (40×40 mm). Als Referenzpunkt für die Basisbohrungen dient die linke, hintere, äußere Ecke der Basisplatte.
Verwende für die Rollen ($\text{H}_1$-$\text{H}_3$) einen $\text{8-mm}$-Bohrer (für M8-Schrauben) und für die Sicherungsbohrungen ($\text{H}_4$/$\text{H}_5$) einen $\text{10,2-mm}$-Bohrer, um Spiel für den Sperrbolzen zu gewährleisten. Die Befestigungslöcher in der Basis ($\text{M}_1$/$\text{M}_2$) sind für $\text{M6}$- oder $\text{M8}$-Verschraubungen vorgesehen (beispielhaft als Ø 6,5 mm bemessen).






