Modul 1: Grundlagen & Spielregeln – Der EU AI Act verständlich erklärt
Ziel: Berührungsängste abbauen und rechtliche Orientierung im Alltag geben.
- 1. Was ist KI eigentlich? (Kurzer Einstieg)
- Generative KI im Alltag: Wie „denkt“ ein Sprachmodell (vereinfachtes Prinzip von Textvorhersage)?
- 2. Der EU AI Act ohne Juristendeutsch
- Warum gibt es das Gesetz und wen betrifft es?
- Die 4 Risikostufen (Unannehmbares Risiko, Hohes Risiko, Begrenztes Risiko/Transparenz, Minimales Risiko).
- 3. Was bedeutet das für mich als Privatanwender / Vereinsmitglied / Kleinunternehmer?
- Transparenzpflicht: Wann muss ich kennzeichnen, dass Text/Bilder von einer KI stammen?
- Datenschutz & Urheberrecht: Welche Daten gehören nicht in den Chat (keine Passwörter, keine sensiblen Personendaten)?
- Halluzinationen & Haftung: Warum man KI-Ergebnisse immer gegenprüfen muss.
Modul 2: Richtig Prompten in Google Gemini – Vom Einzeiler zum Top-Ergebnis
Ziel: Lernen, wie man mit der KI so spricht, dass präzise und nützliche Antworten herauskommen.
- 1. Die Gemini-Oberfläche verstehen
- Eingabefeld, Chats verwalten, Export nach Google Docs/Gmail.
- 2. Das Grundprinzip: Müll rein, Müll raus
- Warum kurze Fragen („Schreib mir einen Text über Bienen“) oft enttäuschen.
- 3. Die 4-Bausteine-Prompt-Formel für Einsteiger:
- Rolle: Wer soll Gemini sein? („Du bist ein erfahrener Webdesigner…“)
- Aufgabe/Ziel: Was genau soll getan werden? („Erstelle einen Entwurf für…“)
- Kontext/Details: Welche Randbedingungen gelten? („Zielgruppe sind Senioren, Tonfall sachlich…“)
- Format: Wie soll die Ausgabe aussehen? („Als Tabelle“, „Stichpunkte mit max. 3 Sätzen“)
- 4. Der Dialog (Iterieren)
- Nachfragen, Korrigieren und Verfeinern im laufenden Chat.
- Mitmach-Übung: Einen fehlerhaften/schwachen Prompt gemeinsam Schritt für Schritt verbessern.
Modul 3: Gemini Gems – Eigene Spezial-Assistenten bauen
Ziel: Wiederkehrende Aufgaben automatisieren, ohne jedes Mal dieselben Anweisungen tippen zu müssen.
- 1. Was sind Gems?
- Der Unterschied zwischen einem Standard-Chat und einem vordefinierten Experten-Bot.
- 2. Vorgefertigte Gems vs. Eigene Gems
- Kurzer Überblick über Google-Vorlagen (z. B. Schreibcoach, Programmierhelfer).
- 3. Schritt-für-Schritt: Einen eigenen Gem anlegen
- Name und Kurzbeschreibung vergeben.
- System-Anweisungen festlegen: Welche feste Rolle, Tonalität und Regeln soll der Gem immer befolgen?
- 4. Praxisbeispiele für Einsteiger:
- Beispiel 1: „Text-Vereinfacher & Korrektor“ (prüft Texte auf Rechtschreibung und verständliche Sprache).
- Beispiel 2: „Social-Media- / Newsletter-Assistent“ (formatiert Inhalte passend für Beiträge).
- Mitmach-Übung: Jeder Teilnehmer erstellt in 10 Minuten seinen ersten einfachen Helfer-Gem.
Modul 4: Gemini Notebook (NotebookLM) – Dein persönlicher Wissensassistent
Ziel: Eigene Dokumente, PDFs und Webseiten hochladen und sicher darauf basierende Antworten generieren lassen.
- 1. Was unterscheidet NotebookLM vom normalen Gemini-Chat?
- Quellentreue: Antworten basieren ausschließlich auf den bereitgestellten Quellen (drastisch weniger Halluzinationen).
- Quellenangaben und Fußnoten verstehen und prüfen.
- 2. Die Oberfläche & Quellenverwaltung
- Was kann hochgeladen werden? (PDFs, Google Docs, URLs, kopierter Text).
- Notizen erstellen und Chats innerhalb des Notizbuchs führen.
- 3. Typische Anwendungsfälle:
- Zusammenfassung langer Protokolle, Satzungen oder Broschüren.
- Extrahieren von Aufgabenlisten und FAQ-Katalogen aus Dokumenten.
- Ggf. kurzer Ausblick: Audio-Übersicht (Deep Dive Audio / Podcast-Funktion).
- Mitmach-Übung: Eine Beispiel-PDF hochladen und gezielte Fragen stellen.
Modul 5: Abschluss, Best Practices & Fragerunde
- Zusammenfassung: Welches Werkzeug nutze ich wann?
- Gemini Standard: Für offene Recherchen, Brainstorming & spontane Texte.
- Gems: Für regelmäßige, standardisierte Aufgaben.
- NotebookLM: Wenn Fakten aus eigenen Dokumenten 1:1 stimmen müssen.
- Checkliste für den Alltag: 5 goldene Regeln für sicheres Arbeiten mit KI.
- Offene Fragerunde (Q&A)
Didaktische Empfehlungen für den Kurs:
- Format: 2 Abende à 90–120 Minuten (Modul 1+2 / Modul 3+4+5) oder ein kompakter Halbtages-Workshop.
- Präsentationsstil: Minimaler Folieneinsatz bei Modul 1; ab Modul 2 Live-Demonstration per Bildschirmfreigabe, gefolgt von kurzen Mitmach-Phasen.
- Handout: Ein kompaktes 1–2-seitiges „Spickzettel“-PDF mit der Prompt-Formel und den wichtigsten Begriffen.


