Vespa velutina nigrithorax (Wikimedia, By Didier Descouens - Own work, CC BY-SA 4.0,
Sie schweben lautlos vor den Fluglöchern, lauern in Obstgärten und fressen ganze Insektenbiotope kahl: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist im gesamten Kreis Herford angekommen. Um unsere heimische Artenvielfalt und Bienenvölker vor dem Kollaps im kommenden Frühjahr zu bewahren, zählt ab sofort jeder Blick in die Baumkronen. Die Imkervereine im Kreis schlagen Alarm und bitten die Bevölkerung um aktive Mithilfe bei der Nestsuche. Zudem ist es wichtig, sich über die Gefahren und das Verhalten dieser invasiven Art zu informieren, um rechtzeitig reagieren zu können und die Belastung für die heimische Fauna zu minimieren.
Die Asiatische Hornisse stellt eine der gravierendsten Bedrohungen für unsere heimische Insektenwelt seit Jahrzehnten dar – und sie ist längst keine ferne Warnung mehr, sondern bittere Realität vor unserer Haustür in Ostwestfalen.

Das Nest der Asiatischen Hornisse in ca. 15 m Höhe. Ende November 2025 in Enger-Spenge und trotzdem noch Beflug.
Bitte heft mit, diese zu finden.
Im Spätsommer und Herbst eskaliert der Konflikt im Verborgenen. Was im Frühjahr als unscheinbare Gründungskönigin begann, ist inzwischen zu riesigen Staaten herangewachsen. Diese Hornissen sind nicht nur gefürchtet, sondern auch faszinierend in ihrer Lebensweise. Ihre Fähigkeit, sich schnell anzupassen und effektive Jagdtechniken zu entwickeln, macht sie zu einer der gravierendsten Bedrohungen für unsere heimische Insektenwelt seit Jahrzehnten – und sie sind längst keine ferne Warnung mehr, sondern bittere Realität vor unserer Haustür in Ostwestfalen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Interaktion dieser Hornissen mit anderen Insektenarten und den ökologischen Konsequenzen, die aus ihrer Anwesenheit resultieren.
In diesem Artikel
Bilder Nester der Asiatischen Hornisse







Die Population der Asiatischen Hornisse hat in den letzten Jahren stark zugenommen, was auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Zum einen begünstigt das milde Klima in den letzten Jahren das Überleben und die Vermehrung dieser Art. Zum anderen gibt es keine natürlichen Feinde in unseren Breitengraden, die die Hornissenpopulation in Schach halten könnten. Diese Umstände führen dazu, dass die Hornissen eine dominante Stellung in ihren neuen Lebensräumen einnehmen und somit die heimische Biodiversität gefährden. Die Imkervereine warnen, dass die Schäden nicht nur auf den Insektenbestand beschränkt sind, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Agrarwirtschaft haben können.
Ein einzelnes Hornissenvolk kann in einer Saison nicht nur enorme Mengen an Insekten vernichten, sondern auch das ökologische Gleichgewicht in einem Gebiet erheblich stören. Zum Beispiel sind Wildbienen für die Bestäubung zahlreicher Pflanzenarten unerlässlich. Wenn die Asiatische Hornisse diese Populationen dezimiert, hat dies direkte negative Auswirkungen auf die Erträge der Landwirtschaft. Landwirte und Gärtner sind auf eine gesunde Insektenpopulation angewiesen, um ihre Pflanzen erfolgreich kultivieren zu können. Eine Reduzierung der Bestäuber kann folglich zu einem Rückgang der Ernten führen, was sowohl für die Umwelt als auch für die Wirtschaft schädlich ist.
Die Jagdmethoden der Hornissen sind effizient und präzise. Sie nutzen ihre großen Augen, um Beutetiere in der Luft zu erkennen, und ihr schnelles Flugverhalten hilft ihnen, ihre Ziele mit Leichtigkeit zu verfolgen. Besonders alarmierend ist, dass die Hornissen auch in der Nähe von Bienenstöcken operieren, was die Bienenvölker enorm unter Druck setzt. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht nur die Bienen selbst betroffen sind, sondern auch die Imker, die von den Bienenerträgen leben. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen können sich somit auf ganze Gemeinden auswirken.
Der enorme Hunger einer invasiven Art: 11 bis 20 Kilogramm Insekten pro Volk
Zusätzlich zu den Auswirkungen auf die Bienenpopulation ist das Problem des Obstbaus nicht zu vernachlässigen. In vielen Regionen, wo Obstbau eine wichtige Einkommensquelle darstellt, müssen Landwirte und Gärtner mit den Fraßschäden durch die Asiatische Hornisse rechnen. Diese Schäden können erheblich sein, da die Hornissen nicht nur die Früchte anknabbern, sondern auch die Pflanzen selbst schädigen können, was zu einem Rückgang der Ernte und zu finanziellen Einbußen führt. Die Prävention ist hier von entscheidender Bedeutung, um die Ausbreitung der Hornisse zu kontrollieren und die Schäden zu minimieren.
Die Dimensionen eines einzigen voll entwickelten Hornissennestes sind gigantisch: Zwischen 11 und 20 Kilogramm Insektenbiomasse vertilgt ein einziges Volk pro Saison, um seine Brut aufzuziehen. Auf dem Speiseplan stehen neben Wildbienen, Fliegen und Schwebfliegen insbesondere unsere Honigbienen.
Um die Nester der Asiatischen Hornisse zu finden, ist es wichtig, sich den richtigen Zeitpunkt zum Suchen zu merken. Im Spätsommer, wenn die Nester am sichtbarsten sind, können sie in den Kronen von Bäumen entdeckt werden. Diese Nester sind nicht nur aus einem speziellen Material gebaut, das sie einzigartig macht, sondern sind auch ein Zeichen für die Schädlichkeit dieser Art in der Region. Wenn die Nester frühzeitig identifiziert werden, können Maßnahmen ergriffen werden, um diese zu entfernen oder die Hornissenpopulation zu kontrollieren. Die Zusammenarbeit der Bevölkerung und der Imkervereine ist dabei unerlässlich.
Des Weiteren sollten sich die Bürger im Kreis Herford der Gefahren bewusst sein, die die Asiatische Hornisse mit sich bringt. Aufklärungsmaßnahmen, wie Informationsveranstaltungen und Workshops, können helfen, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen. So können mehr Menschen dazu ermutigt werden, aktiv nach Hornissennestern zu suchen und entsprechende Meldungen zu machen. Diese Gemeinschaftsanstrengungen sind entscheidend, um die Hornisse erfolgreich zu bekämpfen und die heimische Artenvielfalt zu schützen.
Vor den Beuten der Imker spielen sich dramatische Szenen ab: Die Hornissen jagen im Rüttelflug vor den Fluglöchern und fangen die heimkehrenden Sammlerinnen gezielt ab. Der permanente Jagddruck versetzt die Bienenvölker in akuten Stress. Sie stellen den lebenswichtigen Flugbetrieb ein, bringen keinen Wintervorrat mehr ein und gehen massiv geschwächt in die kalte Jahreszeit.
Auch der Obstanbau leidet: Verwüstete Weintrauben und Fallobst
Nicht nur Insekten stehen im Fokus: Zur Deckung ihres enormen Energiebedarfs fallen die Hornissen über reifende Früchte her. Winzer, Landwirte und Freizeitgärtner beobachten erhebliche Fraßschäden an Weintrauben, Birnen, Äpfeln und Zwetschgen. Die angefressenen Früchte beginnen am Stock zu faulen – ein wirtschaftlicher und ökologischer Schaden, der sich ohne Gegenmaßnahmen von Jahr zu Jahr potenzieren wird.
Die Notwendigkeit, schnelle Maßnahmen zu ergreifen, kann nicht genug betont werden. Wenn die Nester der Asiatischen Hornisse nicht rechtzeitig lokalisiert werden, kann die Population im nächsten Jahr exponentiell zunehmen. Dies würde nicht nur die Insektenwelt weiter destabilisieren, sondern auch die landwirtschaftlichen Erträge erheblich gefährden. Daher ist es von größter Bedeutung, dass jede Sichtung ernst genommen wird und die Informationen umgehend an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden.
Die Zusammenarbeit zwischen den Imkervereinen, den Landwirten und der breiten Öffentlichkeit ist unerlässlich, um die Verbreitung der Asiatischen Hornisse zu kontrollieren. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung können wir diese invasive Art in Schach halten und die negativen Auswirkungen auf unsere Umwelt minimieren. Es ist wichtig, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Biodiversität in unserer Region zu schützen und zu bewahren. Zusammen können wir die Herausforderungen, die die Asiatische Hornisse mit sich bringt, effektiv bewältigen.
Blick nach oben: Nester jetzt in 10 bis 20 Metern Höhe
Wo verbergen sich die Verursacher? Während die kleinen Primärnester im Frühjahr oft noch in Bodennähe (Hecken, Schuppen) angelegt wurden, befinden sich die großen Sekundärnester jetzt fast ausnahmslos in 10 bis 20 Metern Höhe.
Mit dem einsetzenden Laubfall im Herbst werden die kugel- oder birnenförmigen, oft fußball- bis medizinballgroßen Bauten in den Kronen von Laubbäumen sichtbar. Sie bestehen aus einer papierartigen Masse und fallen durch regen Flugverkehr am Nesteingang auf.
PRAXISTIPP ZUR SICHERHEIT: ABSTAND WAHREN & EXPERTEN RUFEN! |
Bitte versuchen Sie unter keinen Umständen, Nester selbst zu entfernen, daran zu rütteln oder mit Stangen danach zu stochern. Die Asiatische Hornisse verteidigt ihr Nest im Nahbereich äußerst vehement. Halten Sie mindestens 5 bis 10 Meter Abstand, machen Sie aus sicherer Entfernung ein scharfes Foto und melden Sie den Fund unverzüglich.
Jetzt handeln: Hier melden Sie Sichtungen und Nester im Kreis Herford
Für ein wirksames Eingreifen durch geschulte Experten müssen die Standorte der Nester exakt erfasst werden, bevor im Spätherbst hunderte neue Jungköniginnen ausfliegen und überwintern.
Bitte melden Sie Nestfunde und eindeutige Sichtungen mit genauer Ortsangabe (am besten mit GPS-Daten oder Straßenangabe) sowie Belegfoto an die jeweiligen regionalen Ansprechpartner:
- NRW-weit natürlich das offizielle Meldeportal vom LANUK
- Herford: Kreis-Imkervereins Herford – Obmann für Asiatische Hornisse –
Rainer Rockstroh – Mobil:0152 33981610 - Löhne: Imkerverein Löhne – Mobil:
- Rödinghausen: Imkerverein Bieren – Mobil:
0157 31948538 - Vlotho: Imkerverein Valdorf – Mobil:
- Bünde: Imkerverein Bünde – Mobil:
- Kirchlengern: Imkerverein Kirchlengern
- Spenge-Enger: Imkerverein Westerenger
- Quernheim: Imkerverein Quernheim
Hinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz entworfen und von der Redaktion des Imkervereins Herford fachlich geprüft und überarbeitet. Die Informationen zu den Auswirkungen der Asiatischen Hornisse wurden aktualisiert, um den Lesern ein umfassendes Bild der Situation zu bieten.





