
Neuimker in Herford 2025
Ein intensives Jahr, 35 Praxistage und zehn stolze Absolventen: Der Imkerverein Herford blickt auf ein außergewöhnliches Ausbildungsjahr 2025 zurück. Während andere noch über das Bienensterben theoretisieren, packen diese Jungimker aktiv an – mit einer Ausbildung, die weit über das Standardmaß hinausgeht.
Das Bienenjahr 2025 war für die zehn Kursteilnehmer in Herford alles andere als ein gemütlicher Wochenendkurs. Unter der versierten Leitung von Rainer Rockstroh, dem Vorsitzenden und Referenten des Vereins, absolvierten die angehenden Imker ein Programm, das streng nach den Statuten des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker e. V. zertifiziert ist.
Geschafft! Referent Rainer Rockstroh (Mitte) mit den stolzen Absolventen des Jahrgangs 2025 nach der Zertifikatsübergabe.
35 Tage am Volk: Wenn die Praxis den Takt vorgibt
Was die Ausbildung in Herford so besonders macht? Hier wird nicht nur im Lehrsaal gelernt. Da alle Teilnehmer von Beginn an eigene Bienenvölker betreuten, gab die Natur den Rhythmus vor. Ob an den blühenden Standorten rund um Herford oder bei den praktischen Einheiten am Lehrbienenstand – die Ausbildung fand dort statt, wo die Bienen zu Hause sind.
“Ich dachte ursprünglich, ich stelle mir einfach zwei Kästen in den Garten und fertig. Jetzt weiß ich erst, wie faszinierend komplex dieser Superorganismus wirklich ist”, resümiert einer der Absolventen beeindruckt. Insgesamt 35 Kurstage sorgten dafür, dass jeder Handgriff am Ende des Jahres saß.
Die Ausbildung im Detail: Der Weg zum Imker-Zertifikat
Das Programm erstreckte sich über neun intensive Module, die das gesamte Bienenjahr abbilden:
| Modul | Fokus & Inhalte |
| Teil 1 | Biologie & Grundlagen: Die Honigbiene und ihre Verwandten verstehen. |
| Teil 2 | Frühjahrsstart: Arbeitsmaterialien und die ersten wichtigen Arbeiten am Volk. |
| Teil 3 | Vermehrung & Recht: Schwarmbiologie und rechtliche Rahmenbedingungen. |
| Teil 4 | Sommerpflege: Laufende Arbeiten und Einführung in die Wachsverarbeitung. |
| Teil 5 | Das “Gold” der Imker: Fachgerechte Honigernte und professionelle Verarbeitung. |
| Teil 6 | Bienengesundheit: Fokus auf Varroabekämpfung und Krankheitsprävention. |
| Teil 7 & 8 | Jahresabschluss: Einwinterung und Varroa-Kontrolle im Winter. |
| Teil 9 | Abschluss: Erwerb des Fachkundenachweises Honig (D.I.B. Zertifizierung). |
Konzentration am Bienenstock: Unter Anleitung von Sabina Hermann lernten die Teilnehmer das Teilen von Völkern und die knifflige Suche nach der Königin.
Über den Tellerrand hinaus: Von Profis und Met-Köchen
Besonderes Highlight waren die Exkursionen zum Imkershop, zur Belegstelle und der Blick hinter die Kulissen eines Erwerbsimkers. Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz: In der “Salbenküche” und beim Met-Ansatz wurde gelacht und experimentiert. Spätestens beim ersten selbstgebrauten Honigwein wurde klar: Imkerei ist auch gelebtes Brauchtum und Geselligkeit.
Ein wichtiger Beitrag zum regionalen Bienenschutz
Mit diesen zehn frisch zertifizierten Imkern leistet der Imkerverein Herford einen messbaren Beitrag zum Erhalt der Bienenpopulation in Ostwestfalen-Lippe. Gut ausgebildete Imker sind der beste Garant für Bienengesundheit und eine hohe Biodiversität in unserer Region.
Ihr Weg zur eigenen Imkerei: Was Sie wissen müssen
Haben Sie auch das „Bienen-Fieber“ gepackt? Für den Start im März 2026 sollten Sie Folgendes mitbringen:
- Neugier: Interesse an Naturzusammenhängen und Biologie.
- Zeit: Die Bereitschaft, während der Saison (April–August) einmal wöchentlich nach den Bienen zu schauen.
- Platz: Ein kleiner Bereich im Garten oder auf einem geeigneten Grundstück genügt oft schon.
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Kontakt & Anmeldung:
Rainer Rockstroh
Telefon: 0152 33981610























