
Stadtführung 2025
Was haben mittelalterliche Frauenstifte, die Hanse und die moderne Imkerei gemeinsam? Mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Mitte November tauschte der Imkerverein Herford Smoker und Stockmeißel gegen eine Portion Stadtgeschichte ein. Kommen Sie mit auf eine Zeitreise durch 1200 Jahre Herforder Stadtgeschichte – vom archäologischen Untergrund bis zum geselligen Ausklang.
Ein Blick unter das Pflaster: Wo Herfords Herz schlug
Unsere Reise begann dort, wo die Geschichte der Stadt buchstäblich in den Boden gemeißelt ist. Unter der fachkundigen Leitung des bekannten Stadtführers Mathias Polster erkundeten wir das „Archäologische Fenster“ am Münsterkirchplatz.
Es ist ein besonderes Gefühl, über den Fundamenten der ehemaligen Abtei zu stehen. Polster verstand es meisterhaft, die staubigen Steine zum Sprechen zu bringen. Wir erfuhren, dass dieses Frauenstift einst eines der bedeutendsten im sächsischen Raum war – ein Ort der Ordnung und Struktur, der uns fast ein wenig an die perfekt organisierten Abläufe in einem Bienenvolk erinnerte.
Highlights der Führung:
- Das Archäologische Fenster: Ein direkter Blick auf die Ausgrabungen unter dem Münsterkirchplatz.
- Filmische Zeitreise: Ein Dokumentationsfilm zeigte uns die Entwicklung von der kleinen Siedlung an Werre und Aa bis zur stolzen Hansestadt.
- Parallelen zur Imkerei: Besonders spannend war der Exkurs über die Macht der Gilden und Zünfte. Diese historischen Organisationsstrukturen bilden das Fundament unserer heutigen Verbandstradition.
Tradition trifft Gemeinschaft
Während wir durch die historische Altstadt schlenderten, wurde eines klar: Geschichte ist nicht nur das, was in Büchern steht, sondern das, was uns heute noch verbindet. Der Austausch über die Entwicklung des bürgerlichen Handels und die Rolle der Handwerkszünfte bot reichlich Gesprächsstoff. Schließlich blicken auch wir Imker auf eine jahrhundertealte Tradition zurück, in der Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird.
„Die Verbindung zwischen kirchlicher Macht und bürgerlichem Handel bot spannende Parallelen zur Organisationsstruktur historischer Gilden – ein Thema, das auch für uns Imker eine Rolle spielt.“
Der perfekte Ausklang: Genuss am Gänsemarkt
Was wäre ein Vereinsausflug ohne den gemütlichen Teil? Nach so viel Input für den Kopf war es Zeit für die Stärkung des Körpers. Im Restaurant Bafino am Gänsemarkt fanden wir den idealen Ort dafür.
Bei italienischen Spezialitäten und in entspannter Atmosphäre ließen wir den Tag Revue passieren. Es wurde viel gelacht, gefachsimpelt und bereits die ersten Pläne für das nächste Bienenjahr geschmiedet. Denn genau das macht unseren Verein aus: Das Interesse an unserer Heimat und der starke Zusammenhalt untereinander.
Fazit: Geschichte verbindet
Der Tag hat gezeigt, dass der Blick über den Tellerrand (oder den Beutenrand) absolut lohnenswert ist. Wer seine Wurzeln kennt, kann die Zukunft besser gestalten – das gilt für die Stadt Herford genauso wie für unseren Imkerverein.
Haben Sie auch Lust bekommen, mehr über unsere Aktivitäten zu erfahren? Dann schauen Sie doch bei unserem nächsten Vereinstreffen vorbei – wir freuen uns über jedes neue Gesicht!
















