
Weihnachtsmarkt im Herforder Güterbahnhof.Foto: Rainer Rockstroh
Wenn historisches Industrie-Flair auf goldenen Honig trifft: Am 29. November 2025 wurde der Güterbahnhof Herford zum Treffpunkt für Genießer. Mittendrin zeigte die Imkerei Stork, wie moderne Öffentlichkeitsarbeit für uns Imker heute aussehen muss – mit Herz, Handwerk und einer Prise Weihnachtszauber.
Der Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe ist in Herford längst Kult. Doch in diesem Jahr war die Atmosphäre besonders dicht. Zwischen dem Duft von Tannengrün und handgefertigtem Kunsthandwerk bildete der Stand der Imkerei Stork einen natürlichen Ankerpunkt. Für uns Imker ist ein solcher Auftritt weit mehr als nur ein Verkaufstermin: Es ist die Bühne, auf der wir unsere Leidenschaft für das Ökosystem Biene direkt erlebbar machen.
Ein Standkonzept, das zum Verweilen einlädt
Susanne und Jürgen Stork bewiesen Fingerspitzengefühl bei der Präsentation. Anstatt auf klassische Verkaufstische zu setzen, nutzten sie einen rustikalen Präsentationsstand aus Paletten. Das Ergebnis? Ein Look, der Authentizität ausstrahlt und perfekt zur Philosophie unseres Handwerks passt.
Das Sortiment bot weit mehr als das Standard-Glas:
- Sortenhonige mit Charakter: Von der milden Frühtracht bis zur kräftig-aromatischen Sommertracht war die gesamte Vielfalt des Standorts vertreten.
- Wachs in seiner schönsten Form: Handgerollte Bienenwachskerzen verbreiten jenen unverwechselbaren Duft, den nur wir Imker wirklich kennen und lieben.
- Präsente mit Story: Liebevoll zusammengestellte Sets machten deutlich: Honig ist kein anonymes Lebensmittel, sondern ein kostbares Geschenk der Natur.
Dialog auf Augenhöhe: Was die Kunden heute wissen wollen
Besonders beeindruckend war der Andrang am Stand. Susanne und Jürgen Stork nutzten die Gelegenheit für das, was in unserem oft einsamen Arbeitsalltag am Bienenstand zu kurz kommt: den direkten Dialog.
Dabei ging es nicht nur um den Preis. Die Besucher stellten gezielte Fragen zur Regionalität, zur Varroa-Problematik und dazu, wie sich das Klima auf die Ernte des vergangenen Jahres ausgewirkt hat. Es zeigte sich deutlich: Die Wertschätzung für das Lebensmittel steigt, wenn wir die Geschichte dahinter erzählen – von der Blüte bis zum Glas.
“Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr die Menschen die handwerkliche Arbeit hinter einem Glas Honig schätzen – gerade hier im Rahmen der Lebenshilfe, wo das Miteinander und die Wertschätzung im Vordergrund stehen.” > — Susanne Stork
Ein Signal für die Region und unser Handwerk
Die Teilnahme an einem Markt mit sozialem Hintergrund ist ein strategisch kluger und menschlich wertvoller Schritt. Sie stärkt nicht nur das Image der einzelnen Imkerei, sondern hebt auch das Ansehen unserer gesamten Zunft. Es zeigt: Wir Imker sind Teil der Gemeinschaft, wir fördern Nachhaltigkeit und wir unterstützen soziale Projekte.
Der direkte Kontakt schafft ein Vertrauen, das kein Supermarktregal bieten kann. Ein großes Dankeschön gilt Susanne und Jürgen Stork für ihren engagierten Einsatz. Sie haben die regionale Imkerei an diesem Tag hervorragend repräsentiert!
🐝 Best Practice: Tipps für Ihren nächsten Marktstand
- Der Look zählt: Ein Stand aus Paletten oder Altholz wirkt nahbarer und “ehrlicher” als weiß beschichtete Tische.
- Bildung verkauft: Halten Sie eine Schauwabe oder Fotos von Ihrem Bienenstand bereit. Das öffnet das Gespräch weg vom Preis hin zum Handwerk.
- Schenken leicht gemacht: Bieten Sie fertig zusammengestellte Geschenkkörbe in verschiedenen Preisklassen an. Viele Kunden suchen gezielt nach fertigen Lösungen.










