Die sogenannten „Klönrunden“ waren ein zentraler Bestandteil des Vereinslebens und dienten vor allem dem familiären Zusammenhalt sowie dem informellen und fachlichen Austausch der Imker. Aus den Quellen lässt sich folgendes Bild dieser Treffen zeichnen:
- Zweck und Atmosphäre: Die Treffen boten einen ungezwungenen Rahmen (oft im kleinen Kreis) für lebhafte Diskussionen. Sie waren sehr wichtig, um praktische Tipps, Ratschläge und Erfahrungen weiterzugeben, die für die erfolgreiche Führung einer Imkerei notwendig waren.
- Programm und Unterhaltung: Ein fester und sehr beliebter Bestandteil der Klönrunden waren Filmvorführungen. Oft wurden Lehr- und Werbefilme aus dem Celler Bieneninstitut gezeigt, beispielsweise über die Heideimkerei, Königinnenzucht oder das Imkern in anderen Ländern. Zudem gab es oft thematische Schwerpunkte wie die Bienenweide (teils mit Gastrednern aus der Politik) oder praktische Leitfäden zur Bekämpfung der Varroamilbe.
- Orte und Termine: Traditionell fanden die Klönrunden meistens am letzten Freitag oder Sonntag eines Monats statt. Man traf sich häufig in Vereinslokalen wie der Gaststätte „Spilker“. Bei gutem Wetter wurden die Treffen aber auch nach draußen verlegt und mit einer praktischen „Standbegehung“ bei den Bienen eines Mitglieds verbunden.
- Besucherzahlen und spätere Entwicklung: Die Beteiligung an den Treffen schwankte über die Jahre stark. Während sie phasenweise sehr zahlreich besucht wurden, klagte der Vorstand in anderen Jahren über mäßiges Interesse und darüber, dass meist nur „die gleichen“ Mitglieder erschienen.
- Organisatorische Maßnahmen: Um die Besucherzahlen zu steigern, ging man Mitte der 1990er Jahre dazu über, die Mitglieder telefonisch einzuladen, was zunächst auch gut funktionierte. Später wurde dies jedoch aus Kostengründen wieder abgeschafft und durch eine feste Terminliste ersetzt. Wegen des zunehmend mangelhaften Interesses und der Überalterung des Vereins einigte man sich in den Jahren ab 2001 auf den Kompromiss, das Angebot deutlich zu reduzieren und nur noch drei bis vier Klönrunden pro Jahr abzuhalten.
