Eine historische Schwarz-Weiß-Aufnahme einer Dampflokomotive, die einen Transportwagen der Imkerei Gebrüder Schulz mit zahlreichen Bienenkästen durch eine offene Landschaft zieht. Quelle: KI Prompter: RR Lizenz: frei
Um die Jahrhundertwende wagte der Verein ein logistisches Experiment, das heute fast unvorstellbar klingt: Den massenhaften Transport von Bienenstöcken per Eisenbahn in die Heidegebiete.
- Die Verhandlung: Im Juni 1900 traten die Imker in zähe Verhandlungen mit der Güter-Spedition der Eisenbahn, um einen eigenen Transport nach Nienburg an der Weser zu organisieren.
- Das Problem: Die regulären Güterzüge fuhren zu Zeiten, die für die Bienen (wegen der Hitze und Flugzeiten) ungeeignet waren.
- Die Lösung: Es wurde ein Plan für einen Extrazug entworfen, der hunderte Bienenstöcke gleichzeitig in die Heide transportieren sollte.
- Spannung pur: Die Mitglieder mussten ihre Völker punktgenau am Bahnhof anliefern, um die Verladung in die Waggons zu koordinieren.
Ein Meilenstein der Anerkennung (1891)
Ein Moment des puren Stolzes für den gesamten Verein war die Nachricht im Oktober 1891: Das Mitglied Kullmann sen. hatte auf der großen Ausstellung in Karlsruhe die bronzene Staatsmedaille des preußischen Landwirtschaftsministeriums für seine hervorragenden Leistungen in der Bienenzucht erhalten. Dies bewies, dass die Imker aus Herford zur damaligen Elite in ganz Preußen gehörten.
