
Ca. 800 Radfahrer*innen, viele mit Helmen, warten auf den Tour-Start auf dem Hof von Achim Dingerdissen in Spenge. Ländliche Gebäude und dichte, grüne Bäume an einem sonnigen Tag. Quelle: Eigenes Foto Autor: Rainer Rockstroh Lizenz: CC BY-SA 4.0
Ein Jubiläum der Extraklasse in Enger und Spenge: Am 1. Juni 2025 feierte die „Tour de Flur“ ihr 20-jähriges Bestehen. Zwischen blühenden Feldern und regionaler Landwirtschaft waren wir Imker des Kreisverbandes nicht nur dabei, sondern bildeten ein Herzstück des Dialogs. Ein Rückblick auf einen Tag voller Energie, Aufklärung und fachlichem Austausch.
Der Hof Dingerdissen als Epizentrum der Biodiversität
Schon am frühen Morgen herrschte auf dem Hof von Achim Dingerdissen in Spenge geschäftiges Treiben. Rund 800 Radbegeisterte versammelten sich am Startpunkt, um den ca. 20 Kilometer langen Rundkurs in Angriff zu nehmen. Für uns als Imker war dies die perfekte Bühne: Direkt an der Schnittstelle zwischen moderner Landwirtschaft und aktivem Naturschutz konnten wir zeigen, warum unsere Arbeit für die Region unverzichtbar ist.
Dialog auf Augenhöhe: Zwischen Honigbiene und Invasionsbiologie
Unser Infostand entwickelte sich schnell zum Publikumsmagneten. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie groß das Interesse an der faszinierenden Welt der Honigbienen ist. Doch in diesem Jahr gab es ein Thema, das die Gemüter besonders bewegte:
- Brennpunkt „Asiatische Hornisse“: Der Infopunkt zur Vespa velutina war ein absoluter Magnet. Da die Art in unserer Region noch weitestgehend unbekannt ist, nutzten viele die Chance, sich aus erster Hand über Erkennungsmerkmale und Verhaltensweisen zu informieren.
- Bestäubung hautnah: Wir erklärten großen und kleinen Radlern die komplexen Zusammenhänge zwischen intakten Kulturlandschaften und dem Ertrag im Gemüse- und Kräuteranbau.
- Synergie Landwirtschaft: Im direkten Austausch mit den Gastgebern wurde deutlich: Imkerei und Landwirtschaft sind keine Gegenspieler, sondern Partner im Artenschutz.
„Die 20. Tour de Flur hat einmal mehr gezeigt, dass das Interesse an unseren Lebensmitteln und der Natur riesig ist. Für uns Imker ist es die perfekte Plattform, um zu zeigen: Ohne die Biene fehlt dem ländlichen Raum das Herzstück.“
Netzwerken: Mehr als nur Fachsimpelei
Ein Jubiläum wie dieses lebt von den Menschen. Die Tour de Flur ist ein Paradebeispiel für gelungene Öffentlichkeitsarbeit im Bündnis ländlicher Raum. Während sich die Teilnehmer bei regionalen Köstlichkeiten stärkten, nutzten wir die Zeit für intensives Networking. Ob mit den Landfrauen, den Landwirten, den Obstbauern, den Waldbauern, der Jägerschaft, den Anglern oder der Biologischen Station – der Schulterschluss zwischen den Verbänden ist heute wichtiger denn je.
Fazit: Ein starkes Signal für die Imkerei
Passend zum Motto „Zeigen, was wir tun“ konnten wir einen tiefen Einblick in die moderne Imkerarbeit und die Vereinsstrukturen unserer Region geben. Wir nehmen viele positive Impulse, neue Kontakte und die Gewissheit mit nach Hause: Die Menschen schätzen unsere Arbeit und die Bedeutung der Biene für unsere Heimat.
Auf die nächste Tour de Flur!















