Vortrag und Diskussion beim Imker-Workshop Quelle: Eigenes Foto des Verbandes Autor: Rainer Rockstroh Lizenz: CC BY-SA 4.0
Mehr Qualität, schnellere Urkunden und starke Doppelspitzen: Die jüngste Tagung des Fachausschusses Honig macht deutlich, dass die Zukunft des heimischen Honigs auf Teamarbeit und Expertise setzt. Was das für Sie und Ihren Ortsverein bedeutet, lesen Sie hier.
Die Leidenschaft für echten, unverfälschten Honig verbindet uns – doch hinter den Kulissen braucht es eine starke Strategie, damit unser “flüssiges Gold” auch künftig seinen hohen Stellenwert behält. Am 1. März 2025 traf sich der Fachausschuss Honig zu einer wegweisenden Sitzung. Das Ziel war klar: Die Strukturen modernisieren und die Qualitätssicherung direkt in die Vereine tragen.
Teamwork an der Spitze: Neue Doppelspitzen vorgeschlagen
Nachdem Uwe Kasperski sein Amt als kommissarischer Obmann niedergelegt hat, geht der Fachbereich neue Wege. Statt Einzelkämpfern setzt man nun konsequent auf Doppelspitzen, um die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen und neue Impulse zu setzen.
Folgende Teams wurden einstimmig zur Wahl durch die Vertreterversammlung vorgeschlagen:
- Honig-Expertise: Elke Smit und Tanja Borgert (Obfrauen für Honig).
- Vermarktungs-Power: Stephan Ströhmeier und Katrin Kropp (Obleute für Vermarktung).
Die Qualitätsoffensive: Experten für jeden Verein
Ein zentrales Problem wurde offen angesprochen: Aktuell verfügen nur 54 der 215 Vereine über einen ausgebildeten Honigsachverständigen (HSV). Das soll sich massiv ändern!
- Neue Ausbildungswelle: Im zweiten Halbjahr 2025 startet ein neuer Kurs für ca. 20 angehende Honigsachverständige.
- Das Ziel: Langfristig soll jeder Verein mindestens einen kompetenten Ansprechpartner haben, der bei Fragen rund um Honigverarbeitung und Lebensmittelrecht zur Seite steht.
Honigbewertung 2025: Schneller, Stolzer, Sichtbarer
Die Honigbewertung ist das Aushängeschild unserer Arbeit. Damit die Teilnahme noch attraktiver wird, hat der Ausschuss zwei wichtige Hebel angesetzt:
- Turbo-Urkunden: Nichts ist schöner, als den Erfolg gemeinsam im Verein zu feiern. Deshalb werden Urkunden künftig spätestens sechs Wochen nach der Bewertung versandt. So können sie zeitnah im feierlichen Rahmen übergeben werden.
- Sichtbarkeit: 3.000 frische Flyer werden produziert, um die Werbetrommel für die Teilnahme zu rühren.
Wissen direkt ins Postfach
Der Wissenstransfer wird digitaler und direkter. Die beliebten Online-Vorträge gehen in die nächste Runde. Damit kein Imker diese Termine verpasst, werden Einladungen künftig per Rundmail direkt an alle Mitglieder versandt.
Zudem bleibt das Thema Marktkontrollen präsent: Mit einer Rücklaufquote von 77 % im Jahr 2024 ist noch Luft nach oben. Hier setzt der Ausschuss auf bessere Logistik (z. B. durch Styroporverpackungen des D.I.B.) und profunde Aufklärung durch Experten wie Peter Leuer und Alfons Pohlmann, um Fehler bei Sortenbezeichnungen und im Lebensmittelrecht zu vermeiden.
Mein Fazit: Mitmachen lohnt sich!
Die Weichen für die kommenden zwei Jahre sind gestellt. Ob durch Fortbildungen, die Teilnahme an der Honigbewertung oder den Besuch der Online-Vorträge – es gab nie einen besseren Zeitpunkt, um die eigene Honigqualität auf das nächste Level zu heben.
Was halten Sie von den Neuerungen? Planen Sie, Ihren Honig 2025 zur Bewertung einzureichen? Schreiben Sie uns in den Kommentaren oder diskutieren Sie in Ihrem nächsten Vereinsabend darüber!
