Engagierter Austausch während der Schulungseinheit. Quelle: Eigenes Foto Autor: Rainer Rockstroh Lizenz: Alle Rechte vorbehalten
Ein starker Verband braucht starke Köpfe. Am 08. März 2025 versammelten sich angehende Funktionsträger und Referenten auf Haus Düsse, um das Handwerkszeug für eine moderne Imker-Repräsentation zu erlernen. Denn: Fachwissen über die Biene ist das eine – es überzeugend zu vermitteln, das andere.
Wer die Interessen von Imkerinnen und Imkern wirksam vertreten will, muss heute mehr beherrschen als die Theorie der Völkerführung. Ob vor dem Kreisverband, bei Verhandlungen mit Behörden oder während einer Schulung – der Erfolg steht und fällt mit der Kommunikation.
Genau hier setzte der diesjährige Basiskurs auf Haus Düsse an. Teilnehmer aus ganz Westfalen-Lippe kamen zusammen, um ihre Rollen als neue Honigsachverständige (HSV), Bienensachverständige (BSV), Bienenwirtschaftsberater (BWB) und Schulungsreferenten zu festigen.
Rhetorik und Präsentation: Der Funke muss überspringen
Ein trockener Vortrag über Varroa-Behandlung oder Vereinssatzungen? Das gehört der Vergangenheit an. Unter der Leitung von Referent Thomas Busch stand das Training der Außenwirkung im Fokus. Die Teilnehmenden lernten, wie sie moderne Werkzeuge nutzen, um komplexe Themen lebendig zu gestalten.
Die Schwerpunkte waren klar gesetzt:
- Rhetorik mit Biss: Wie überzeuge ich auf Mitgliederversammlungen, wenn es mal hitzig wird?
- Souveräne Präsentation: PowerPoint ist kein Vorlese-Tool, sondern eine visuelle Unterstützung. Die Teilnehmer übten, wie man imkerliche Inhalte zeitgemäß und anschaulich vermittelt.
„Nur wer sicher kommuniziert, kann die Interessen der Imkerschaft vor Ort wirksam vertreten.“
Den Kompass im Verband ausrichten
Neben der persönlichen Performance ist das Wissen um die internen Strukturen essenziell. Referent Markus Schreiber führte die Gruppe durch das Geflecht des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker e. V.
Um in der Verbandsarbeit wirklich etwas zu bewegen, muss man wissen, wer die richtigen Ansprechpartner sind. Im Fokus standen:
- Hierarchie und Vernetzung: Das Zusammenspiel zwischen Ortsvereinen, Kreisverbänden und dem Landesverband verstehen.
- Die Rolle der Obleute: Ob Honig, Zucht oder Bienengesundheit – die Fachbereiche bieten wertvolle Unterstützung, die oft noch viel zu selten abgerufen wird.
Fazit: Bereit für die Praxis
Die konzentrierte Arbeitsatmosphäre auf Haus Düsse hat gezeigt: Die kommende Generation an Funktionsträgern ist hochmotiviert, die Verbandsarbeit in Westfalen-Lippe auf das nächste Level zu heben. Mit geschärftem Profil und einer klaren Struktur im Rücken geht es nun zurück in die Regionen.
Wie sieht es in Ihrem Verein aus? Haben Sie Lust bekommen, sich ebenfalls stärker in die Verbandsarbeit einzubringen oder Ihr Wissen als Referent weiterzugeben? Informieren Sie sich über unsere kommenden Fortbildungen – für eine starke Imkerschaft in Westfalen-Lippe!
